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Kohle und Kreide

Was ist das? Kurzbeschreibung

Zeichenkohle ist eines der ältesten und einfachsten Zeichengeräte.
Zeichenkohle besteht aus einem Stück verkohlten Holz. Mit der Kohle lassen sich sehr unterschiedliche Grauwerte erzeugen: von samtigem Schwarz bis zu hellen Nuancen; ebenso variiert der Auftrag zwischen Flächen und dünnen Linien.

Kreide ist ein Obergegriff für viele Materialien mit unterschiedlichen Qualitäten und Anwendungsbereichen: Tafelkreide, Ölkreiden, Rötel, Pastellkreiden, Wachskreiden ...
Wir beziehen uns hier auf die der Kohle verwandte (schwarze) Zeichenkreide, die aus  Pigmenten (meist Ruß) und Bindemitteln hergestellt wird.


Kohle- und Kreidestifte gibt sie in verschiedenen Tönen. Außer Schwarz sind auch Grautöne, Sepia- oder Terrakottaversionen erhältlich.

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Was braucht man? Werkzeug & Material

Für das Zeichnen mit Kohle oder Kreide eignet sich ein einfacher Zeichenblock.
Ist das Papier relativ glatt, kann die Kohle darauf leicht verwischt werden und mit einem Knetgummi teilweise wieder entfernt.

Interessant wirkt die Kohle auf rauhem Papier, man verwendet dazu oft das Ingres-Papier - benannt nach dem französischen Maler Ingres (1780-1876). Es ist relativ dünn und mit Linien durchzogen. Ingres-Papier gibt es vielen verschiedenen Farbnuancen.

Für die Kreide gilt ähnliches; bei der Verwendung von eckigen Kreiden kann man auf glattem Papier durch Drehen des Kredestückes sehr expressive Wirkungen erzielen.

Die Kohle und Kreide gibt es - ebenso wie Bleistifte- in verschiedenen Härtegraden. Da die Kohle ein Naturprodukt ist kann es vorkommen, dass manchmal harte Stellen auftreten, die kaum Farbe abgeben. Man kann sie mit einer Rasierklinge abschneiden. Das gilt auch für das Anspitzen der Kohle, die immer nur schräg angeschnitten wird.

Papierwischer sind zu einer Art dickem Stift gerolltes Papier, das an beiden Enden spitz zuläuft. Man kann damit gezielt einzelne Striche oder Flächen verwischen, weicher gestalten und Farben ineinander übergehen lassen.


Der Knetgummi ist ein interessantes Gestaltungsmittel. Man kann damit einzelne Stellen ganz wegnehmen oder auch nur aufhellen.

Unabdingbar ist ein Fixativ, das die Kreide- oder Kohlestriche auf dem Papier "festklebt". Neben dem im Handel erhältlichen Fixativ kann man für Übungsarbeiten auch Haarspray verwenden. Allerdings können dabei manchmal unschöne Flecken oder Vergilbungen entstehen.
Fixativ gibt es als fertiges Spray oder als Flüssigkeit, die mit einem speziellen Röhrchen feinzerstäubend aufgeblasen wird.

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Wie wirds gemacht? Techniken

Kohle und Kreide haften nur leicht auf dem Papier und lassen sich verwischen. Die entstehenden flächigen Grauwerte können bewußt als Gestaltungsmittel einbezogen werden.
Beim Zeichnen sollte man darauf achten, dass die Hand nicht auf dem Papier aufliegt, sonst kommt es zu ungewollten und meist unschönen Verwischungen.

Die Kohle- bzw. Kreidestifte werden mit leichtem Druck in kleinere Einzelteile geteilt, ca. 4-6 cm lang. Man kann die Stücke wie einen Bleistift halten, aber es empfiehlt sich hier zu variieren, da durch andere Auflagen wie z.B. flach oder schräg, ein breiteres Ausdrucksspektrum des Materials erzielt werden kann.

Kohle- und Kreidezeichnungen müssen mit Fixativ haltbar gemacht werden.
Mit Knetgummi besteht die Möglichkeiten einen Teil der aufgetragenen Farbpartikel wieder wegzunehmen. Das gelingt auf einem glatten Papier leichter als auf einer rauhen Oberfläche.